dermackerinoaxaca

Das Centro de Esperanza Infantil                          

Das Centro de Esperanza Infantil ist eine Organisation, die einerseits ein Patenprogramm führt, das sich um etwa 600 Kinder in Oaxaca kümmert, indem es ihnen Schulgeld, -uniform, -material und Kleidung finanziert, und andererseits eine Art Kinder- und Jugendzentrum mit Küche führt.

Das Kinder- und Jugendzentrum                           

Unser Arbeitsplatz ist das Kinder- und Jugendzentrum, wo sich die Ansprechpartner für die Kinder befinden, wo die Verwaltung sitzt und der Kindergarten. Zudem gibt es im ersten Stock einen Raum mit Computern, in dem die Kinder Hausaufgaben machen sollten, aber Internetspiele spielen und gelegentlich erotische Inhalte abrufen. In dem Raum findet auch der Englischunterricht statt. Unter diesem Raum befindet sich eine kleine Bibliothek mit einem spärlichen Reservoir an gespendeten - hauptsächlich englischen - Büchern. In der Bibliothek ist auch die Tür zum Klo. Was den Büchergenuss nicht beflügelt. Nebenan ist ein Medizin-Raum mit Liege und allem Drum und Dran und ohne Ende abgelaufenen Medikamenten, mehr oder weniger frei zugänglich für die Kinder. Neben dem Computer-Raum liegt die Kapelle, die niemand braucht. Es darf kein neutraler Kirchentyp auftreten, weil die Eltern dagegen sind, und es darf kein konfessionell festgelegter auftreten, weil die Pateneltern dagegen sind. Wir haben aber die Erlaubnis bekommen, moralisch wertvolle Geschichten vorzulesen. Es dürfen aber auch nicht zu viele kommen, weil der Boden instabil ist und sonst in die Verwaltung fällt. Links neben der Kapelle ist der Aufgang auf die Dachterasse, die ein toller Ort ist, aber leider nicht gesichert, sodass sich dort eigentlich nie jemand aufhält. Das ändern wir jedoch gerade - wir bauen ein Geländer und ein Sonnensegel. Des Weiteren gibt es im untersten Stock ganz weit hinten den "Kínder"(garten), einen winzigen Raum, der mit Zeug zugestellt ist und mit ein paar Kindern - höchstens zehn - die jeden Tag bis zwölf Uhr da sind. Auch zugestellt ist der Speisesaal. Mehr Tische als Platz. Daran fehlt es hier wirklich.

Patenprogramm                                                       

Das Patenprogramm vermittelt momentan Hilfe an ca. 600 Kinder in Oaxaca, gefördert von Menschen aus aller Welt - hauptsächlich US-Amerikaner, aber auch Franzosen, Niederländer, Deutsche und viele andere.

Der Ansatz des Programmes liegt darin, die Kinder mit minimalen Mitteln so zu fördern, dass ihnen eine Bildung ermöglicht wird, mit der sie einen gelernten Beruf ausüben können. Ich persönlich finde diesen Ansatz sinnvoller als ein Kind so zu fördern, dass es nach westlichen Massstäben leben kann oder andererseits ganz viele sehr arme Kinder mit Essen zu versorgen. Denn auf diese Weise wird die Generation darauf vorbereitet, sich zunächst selbst zu versorgen und in ferner Zukunft mit einem guten Beuf sogar selber Pate zu sein für Andere. Nähere Informationen über die Möglichkeiten und Art des Sponsorings findet ihr im Flyer weiter unten (anklicken und vergrössern). Wenn ihr Fragen habt, die dauber hinausgehen, schreibt mir doch einfach eine Nachricht über "Kontakt".

 

Wo geht das Geld eigentlich genau hin?

Ich habe mich das natürlich gefragt, deshalb habe ich eine Abrechnung (über zwei Jahre) bekommen, wie sie auch die Pateneltern regelmässig bekommen:

Für kleinere Kinder müssen jedes Jahr neue Schuluniformen und Schuhe gekauft werden. Die Schuhe kosten erst 40 und dann 30 Euro, die Uniformen erst 30 und dann 45 Euro. Einschreibegebühr für die Schule liegt bei aktuell 3,50 Euro pro Jahr. Zudem wurden Utensilien abgerechnet - da ist das Kind wahrscheinlich grad in die Schule gekommen, denn das ist einmalig - von 4,50 Euro. Damit kommt man ja nun noch nicht ganz auf 100 Euro.

Aber:

Das Geld, das nicht ausgegeben wird, wird in einem Fond für das Kind gelagert. Wird das Kind krank oder es gibt irgendwelche anderen Notfälle, so kommt dieses Geld zum Einsatz. Das Geld staut sich dann also auf bis zum Ende der Ausbildung. Über das Geld, das nach der Ausbildung übrig ist, kann der Pate frei verfügen! Er kann es dem Kind in beliebiger Weise zukommen lassen, es aber auch zurückbekommen.

 

Wie sieht's mit nervigen Vorgaben aus?

Einige haben vielleicht die Erfahrung gemacht, dass man sich nur in bestimmten Richtlinien verhalten darf als Pate. Natürlich gibt es auch hier Richtlinien - zB zum Schutz vor kulturellen Auseinandersetzungen - aber das sind sehr wenige. Auch deutlich weniger, als auf der Homepage des Projektes gesagt wird. Man kann sein Patenkind zu jeder Zeit im Jahr besuchen, man kann jederzeit Karten schreiben (nur die Antwort kann dauern, weil dafür Freiwillige benötigt werden, die die jeweilige Sprache sprechen - und die sind nicht immer da), man kann scheinbar auch nahezu alles schenken (sogar einen Laptop haben hier einige geschenkt bekommen), auch wenn ich persönlich finde, dass man das in einem angemessenen Rahmen tun sollte.

 

Projekt-Homepage

Offizielles Informationsblatt (überarbeitet)

 

Gratis bloggen bei
myblog.de