dermackerinoaxaca

Weihnachten am Strand

Am 19. sind wir losgedüst, mit sieben Mann im VW-Bus und zehn Stunden Fahrt in Aussicht an diesem Tag. Also ein guter Einstieg in den Urlaub: viel Schlaf. Als es schon dunkel war, kamen wir dann im Urwald in Palenque an, wo uns auch gleich beim Öffnen der Autotür eine schöne Hitzewelle entgegenkam. Nach dem Essen ging es aber dann auch gleich ins Bett. Denn am nächsten Morgen mussten wir ultra früh raus - 9 Uhr im Urlaub, das glaubt mir ja eh keiner. Da gabs nämlich eine Pyramide im Wald. Oho. War ziemlich groß und imposant..aber viel Fantasie kann man den Erbauern wirklich nicht zuschreiben. Und mit Komfort hatten sie es auch nicht so. Aber besser als unsere Höhlen allemal. Naja, so sahs aus dort:

Und als wir dann von der Riesenanlage zu den Nebenherhütten weiter draußen gegangen sind, wo der Stadtarsch oder so gewohnt hat, was weiß ich, gegangen sind, haben wir auch schön Regenwaldfeeling mitbekommen:

Dann gab's dort noch einen schönen kleinen Fluss und dann war auch schon wieder heimwärts aufm Plan. Und Essen. LECKER Essen hier in Mexiko. Euer Problem, dass ihr das nich kricht.

Am Tag drauf gabs wieder Pyramiden zu sehen. Aber das wollten Vero und ich gar nicht unbedingt, deshalb sind wir dann im Hotel geblieben. Anlage haben wir angeguckt und so. Einen Film auch. Und Mathe, für Veros Abi. Auch gemütlich braucht ein Urlaub. Was ein Urlaub nicht unbedingt braucht: Kälte. War aber da. Frech. Auch da: komische Tiere. Hinten wie ein Ball und dann als hätte vorne jemand draufgetreten und der Ball wäre aus Kaugummi. Ums mal deutlich zu sagen. Eigenartige Viecher.

Nächster Tag. Jon brennt vor Freude, denn es gibt den angeblich schönsten Wasserfall zu besichtigen. Insider und Fans wissen: Jon findet Wasserfälle shibby! Und er wurde nicht enttäuscht:

Das Volk jubelt wie in Ekstase:

Völlig außer sich dreht Jon durch und läuft Flussaufwärts. Vero rutscht aus und fällt bis zur Hüfte in ein Hulahup-großes Loch. Wie bei Elvis. Hier kauft sich Reni eine blaue Tasche. So. Weil die Meute grad so abgeht, fahren wir noch zum nächsten Wasserfall:

Weiter rechts und unverständlich weit hinten kann man nichts sehen. Weil der Eingang zur Höhle nicht im Bild ist. Welche Höhle? Die mit dem Wasserfall im Berg. Sehr aufreizend. Und alsbald ab nach Hause.

Am nächsten Tag war Weiterreise angesagt. Nach Chetumal. Ihr wisst schon, mit dieser Straße. Nur ein Zwischenstop, aber auf dem Weg dorthin standen..wer weiß es?..Pyramiden! Wer hätte das gedacht. Doch wir wurden eines besseren belehrt, bei diesen Pyramiden hatten die Erbauer ganz genau bedacht, was die Touris in mehreren tausend Jahren wollen. Man konnte alles super begehen, auch drinnen, und wir waren fast alleine. Sehr schön. Hat auch Pyramidenmuffeln gefallen. Und es bot - Maya oder Azteken oder wem auch immer sei Dank - sogar die Möglichkeit, begehrte Standardmotive nachzustellen:

Schön, nicht?

Heiligabend kam und wir erlebten ihn im Auto. Auf dem Weg an den Strand nach Tulum. Als wir dann ankamen, empfing uns der Strand angemessen mit Sonne und Wellen. Wir wohnten in kleinen Hütten ohne Strom, die eigentlich direkt am Meer lagen:

Wir schmissen uns alsbald in sexy Badekleidung und tollten am Strand herum wie in schwedischen Kinderbüchern. Und - Gott steh mir bei - wir machten eine sehr gute Figur dabei:

Nein, Vero im Bikini kommt nicht ins Internet.

Unser Weihnachtsessen fand in einem sehr süß eingerichteten kleinen Strandbar-Restaurant statt, in dem wir von einem Ami die Speisekarte aufgesagt bekamen, die aus drei Gerichten bestand und fortan vom netten Rob bedient wurden, der kein Wort Spanisch sprach - er war aber auch erst fünf Jahre in Mexiko. Das ganze wirkte völlig laienhaft, was es aber gerade attraktiv machte. Das Essen war auch sehr lecker - wenn leider auch nur Ami-Würze. Das Provisorium zelebrierend richteten wir später am Abend unsere Bescherung aus:

Man kann mir die Freude quasi im Gesicht ablesen, als ich meine neuen Kopfhörer auspacke, die WIRKLICH besser sind als meine Alten. Hyper. Dazu hab ich noch eine DVD von einer meiner Lieblingsbands bekommen - eine sehr kluge Kombi.

Der nächste Tag war ein Strandtag - da gibt's nur kurze Impressionen:

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann zum Schnorcheln. Dort habe ich mir auch einen enormen Hut gekauft, der leider auf keinem Foto zu sehen ist. Zuerst waren wir an einem Strand, wo wir immerhin eine Schildkröte gesehen haben (schöne Tiere - wusst ich gar nicht), dann sind wir hinab in eine Höhle. Da brauchte man einen Führer und es war kalt. War neu und schön für mich, kann man aber nichts interessantes zu sagen. Und die Unterwasserfotos waren zwar teuer, aber nicht gut. Deshalb hier mal ein Gruppenfoto:

Auch am darauffolgenden Tag waren wir Schnorcheln, nachdem wir mal ausschlafen konnten, weil sich die anderen das Übliche angeguckt haben. (Das muss jetzt jeder wissen) Diesmal wieder im Meer an einem Korallenriff. Und da sind toffe Fische. Strohsack und alles. Und ein Schildkröte auch noch. Einen Fisch hat Andreas besonders gut getroffen, deshalb stell ich das Foto glatt hier rein:

Es war der einzige Fisch, den er an diesem Tag fotografiert hat. Als wir zurückgefahren waren und an Land wollten, ist mir nochmal ein Auge rausgefallen. Der aufmerksame Leser erinnert sich an die Tasche, die Reni gekauft hat. Wir sind in einer kleinen Bucht gelandet, die ungefähr 20x20 Meter maß. Beim Aussteigen verlor Reni das Gleichgewicht und ihre Tasche fiel ins Wasser. Hier die Augen: innerhalb einer halben Minute war die Hälfte der Bucht knallblau (und das kam nicht vom Meer). Das klingt jetzt übertrieben, ist es aber zur Abwechslung wirklich mal nicht. Scheinbar hatte irgendein Tröterich das ganze nicht fixiert und so hatten wir plötzlich das schönste blaue Meer, was man je gesehen hat. Da wir uns toffe Boogie-Boards geliehen hatten, gingen wir dann am Abend nochmal die Wellen genießen, bevor wir am nächsten Tag wieder abreisen wollten:

Danke, ihr beknackten Wellen. Es war sehr schön.

Und ab nach Hause - noch ein Übernachtungsstop in Villahermosa und dann wieder nach Atlixco. Dort haben wir dann noch ein paar gemütliche Tage gehabt, viel gespielt (JUHU) und eine kleine Wanderung gemacht. Das war übrigens die gleiche, wie "4163 über NN" - nur noch ein paar Meter weiter. Hier noch ein Foto aus dem Auenland:

Ein paar Tage später war der Urlaub dann vorbei und ich fuhr wieder nach Oaxaca zurück. Ende.

Gratis bloggen bei
myblog.de